© BIB Baustoffprüflabor und Ingenieurgesellschaft Berlin mbH 2018
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BIB Baustoffprüflabor und Ingenieurgesellschaft Berlin mbH
Über 65 Jahre erfolgreiche Baustoffprüfungen im BIB Die beiden Herren Dr. Paul Herrmann und Anton Scheuerer waren bereits vor dem Krieg auf dem   Sektor   der   Material-   und   Baustoffprüfung   im   Technischen   Untersuchungsamt   der   Stadt Berlin,   der   heutigen   Bundesanstalt   für   Materialprüfung,   leitend   tätig.   Nun   was   lag   näher,   als die   Chance   nach   dem   Krieg   beim   Schopfe   zu   packen   und   die   labormäßige   Betreuung   der dringend     zu     reparierenden     Straßen     zu     übernehmen.     Anfänglich     noch     in     einer Kellerbehausung   untergebracht,   zogen   beide   Herren,   nach   dem   Vorbild   der   heute   noch berühmten   Trümmerfrauen,   mit   einem   Leiterwagen   durch   die   kaputten   Straßen   Berlins.   Sie sammelten   die   ersten   Proben   aus   Stampfasphalt   oder   Gussasphalt   ein,   deren   Würfel   und Prismen sie auf der Baustelle selbst herstellten. 1950   gründeten   sie   dann   das   Untersuchungslabor   mit   der Bezeichnung:     ,,Chemisch-technisches     Forschungs-     und Untersuchungslaboratorium      für      Baustoffe      und      Bau- nebenstoffe    Dr.    P.    Herrmann    und   A.    Scheuerer".    Mit    der Neugründung   etablierte   man   sich   auch   in   neuen   Räumen, nämlich    in    eine    Mansarde    in    der    Badenallee    in    Berlin- Westend.   Zunächst   lag   der   Schwerpunkt   bei   der   Prüfung   von   bituminösen   Baustoffen   (heute   sagt man bitumenhaltige Baustoffe), obwohl damals noch die teerhaltigen Massen eine dominante Rolle im Straßenbau einnahmen. Bereits   1965,   nachdem   Herr   Dr.   Herrmann   längst   ausgeschieden   war,   stieß   der   jungpromovierte Chemiker   Dr.-Ing.   Klaus   Höher   von   der Technischen   Universität   Berlin   dazu   und   unterstützte   Herrn Scheuerer   in   den   Aufgaben   der   Laborleitung.   Damals   waren   insgesamt   6   Mitarbeiter   in   diesem   Mansardenlabor   tätig.   Sie prüften   Mineralstoffe   und   rezeptierten   Asphalt   Beläge,   insbesondere   auch   Gussasphalt   für   Berlin.   Auf   Grund   der   guten Kontakte   des   Herrn   Scheuerer,   erweiterte   sich   der   Prüfradius   bis   nach   Bayern.   Viele   bayerische Autobahnen   und   Brücken wurden   nach   Rezepturen   aus   dem   Berliner   Labor   gebaut.   Zu   diesem   Zeitpunkt   firmierte   das   Labor   unter:   ,,Chemisch- technisches    Forschungs-    und    Untersuchungslaboratorium    für    Baustoffe    und    Baunebenstoffe    Anton    Scheuerer    und                    Dr. Klaus Höher". Viele in diesem Labor entwickelten Prüfmethoden und Verfahren, die einen hohen Bezug zur Praxis haben, sind auch heute noch   erhalten   geblieben.   So   z.   B.   der   Kugelfallversuch   nach   Herrmann.   Die   Mastix-   und   Füllerprüfungen   von   Herrn Scheuerer.   Die   Schlitzsiebungen   im   Sandbereich   und   das   Luftbad   für   die   Destillation   von   extrahiertem   Bitumen   stammen von   Herrn   Dr.   Höher.   Er   stellte   1970   für   das   Labor   noch   einen   Jungingenieur   ein,   das   war   der   Herr   Lehné.   Gemeinsam wurden    viele    Forschungsintensitäten    auf    dem    Gussasphaltsektor    bewegt.    Die    Prüfung    der    Risssicherheit    über    den Quotienten II ist auch heute noch eine sehr praxisbezogene und elegante Methode zur Optimierung von Gussasphalten. In den 70er Jahren wurde im Hause des BIB die erste Auswertung der Kontrollprüfergebnissee mittels EDV entwickelt. 1978 wurden   die   Laborräume   in   der   Badenallee   viel   zu   klein   und   es   wurde   ein   neues   Labor   im   Süden   Berlins,   in   der   Haynauer Straße   53,   mit   750   m²   errichtet.   Hier   wurde   nicht   nur Asphalte   geprüft,   sondern   es   wurden   Laborkapazitäten   für   Beton-   und Bodenprüfungen etabliert. In   den   80er   Jahren   kam   die   Nachfrage   an   Problemlösungen   im   Altlastenbereich   mit   neuen   und   höchst   interessanten Aufgaben,   nämlich   der   chemischen   Untersuchungen   von   kontaminierten   Böden   im   Bereich   von   alten   Industriestandorten. Zunächst wurde nur der Gehalt an Öl im Boden bestimmt, um Entscheidungen für den Verbleib oder Austausch des Bodens fällen   zu   können.   Später   stand   nicht   nur   die   Frage   der   Quantität,   sondern   auch   die   Frage   nach   der   Qualität   der   im   Boden vorhanden Altlasten,   wie.   z.B.   Schwermetalle,   PAK´s,   PCB´s,   Phenole,   etc.   Es   wurde   daher   die   Laborausstattung   um   eine weitaus aufwendige und kostenintensivere qualitative Analytik ergänzt und ein zusätzliche Umweltlabor, NAFU, eingerichtet. Die   Laborkapazitäten   hinsichtlich   der   erforderlichen   Gerätschaften   und   Personal   wurden   1989   deutlich   erreicht.   So   wurde die Straßenseite gewechselt und in einer ehemalige Klavierfabrik, Haynauer Straße 69A, neue Laborräume von den Firmen NAFU    und    BIB    bezogen.    Mit    der    Wende    zeigten    sich    sowohl    im    Bereich    der    Baustoffprüfungen    als    auch    in    der Umweltanalytik   große,   vielfältige   und   interessante Aufgabenfelder.   Zu   diesem   Zeitpunkt   waren   rund   120   Mitarbeiter   in   den Firmen   BIB   und   NAFU   beschäftigt.   Trotz   der   etwa   bereits   1992   beginnenden   schwierigen   Verhältnisse   in   der   Baubranche, die   natürlich   auch   die   Prüfinstitute   traf,   hat   das   BIB   als   anerkannte   Baustoffprüfstelle   versucht,   sich   an   die   Gegebenheiten des Marktes anzupassen. Die   NAFU   wurde   wirtschaftlich   vom   BIB   getrennt.   Die   NAFU-Labor   GmbH   &   Co.   KG   gehört   seit   dem   01.   Mai   2004   zur                           Dr.   Weßling   Gruppe.      Das   BIB   konzentrierte   sich   auf   ihr   Kerngeschäft   der   Baustoffprüfungen   und   zog   2007   in   eine   große Laborhalle   mit   modernen   Bürotrakt,   Haynauer   Straße   71/73.   Zu   dieser   Zeit   betreute   das   BIB   u.a.   die   flächig   seitigen Bauwerke (Start- und Landebahn, Vorfelder, etc.) vom BBI. 2014 wurde das Berliner Institut für Baustoffprüfungen GmbH & Co. KG zur BIB Baustoffprüflabor und Ingenieurgesellschaft Berlin   mbH   umfirmiert.   Die   neue   Gesellschaft   wird   nun   von   den   beiden   Geschäftsführern,   Herrn   Thomas   von   Rymon- Lipinski    und    Herrn    Gerrit    Rosenboldt    geführt    und    zugleich    im    Rahmen    als    anerkannte    RAP-Stra    Prüfstelle    als Prüfstellenleiter   und   stellv.   Prüfstellenleiter   geleitet.   So   wird   heute   über   das   Maß   der   Routineprüfungen   hinaus,   eine   breite Palette   der   Baustoffprüfungen   angeboten.   Z.   B.   die   Prüfung   des   duktilen   Verhaltens   von   polymermodifizierten   Bitumen,   die Verdichtbarkeit    von    Asphalten,    das    Auffinden    korrodierter    Stähle    mit    der    Induktionsmessung,    die    Prüfung    von Fahrbahnmarkierungen    und    last    not    least    das    umfangreiche    Anwendungsgebiet    der    chemischen    Spurenanalytik    in Kooperation mit den renommierten Umweltlaboren Berlins. Durch   die   ständige   Weiterentwicklung   des   BIB,   auch   in   sehr   schwierigen   Aufgabenstellungen,   wie   Sachverständigen- gutachten, Entwicklungs- und Forschungsarbeiten, konnte das Unternehmen unter der neuen Leitung wieder konsolidieren, worüber   alle   Mitarbeiter   und   Kunden   sehr   dankbar   sind.   Im   BIB   arbeiten   heute   in   Berlin-Lankwitz   ca.13   Mitarbeiter   im Dienste der Baustoffprüfungen und der Umweltanalytik interdisziplinär zusammen.